TV-Lowboard: Welche Breite passt zum Fernseher?
Von Zoll zu Zentimetern: So finden Sie ein TV-Lowboard, das in Breite, Höhe und Tiefe zu Ihrem Fernseher passt – mit Tabelle, Checkliste und Antworten auf häufige Fragen.
Ein TV-Lowboard muss vor allem zu Ihrem Fernseher passen – in der Breite, in der Höhe und im Stauraum. Wer hier nur nach Optik kauft, steht später vor einem Gerät, das seitlich übersteht, zu tief sitzt oder dessen Standfüße nicht auf die Platte passen. Dabei lässt sich die richtige Größe mit wenigen Zahlen sicher bestimmen.
In dieser Kaufberatung zeigen wir Ihnen, wie Sie von der Bildschirmdiagonale auf die passende Breite kommen, welche Höhe angenehm ist und worauf Sie bei Fächern, Klappen und Schubladen achten sollten.
Von Zoll zu Zentimetern: So breit ist Ihr Fernseher wirklich
Fernseher werden in Zoll angegeben, gemessen wird dabei die Diagonale des Bildschirms. Ein Zoll entspricht 2,54 cm. Für die Wahl des Lowboards zählt aber nicht die Diagonale, sondern die tatsächliche Gerätebreite. Bei einem Bildformat von 16:9 liegt die Breite bei etwa 87 Prozent der Diagonale – dazu kommt je nach Modell ein schmaler Rahmen.
Am genauesten ist immer das Datenblatt Ihres Fernsehers. Die folgende Tabelle gibt Ihnen übliche Richtwerte für die Planung.
| Bildschirmgröße | Gerätebreite (ca.) | Empfohlene Lowboard-Breite |
|---|---|---|
| 43 Zoll | 95–97 cm | ab ca. 120 cm |
| 50 Zoll | 111–113 cm | ab ca. 130 cm |
| 55 Zoll | 122–124 cm | ab ca. 150 cm |
| 65 Zoll | 144–146 cm | ab ca. 170 cm |
| 75 Zoll | 166–168 cm | ab ca. 200 cm |
| 85 Zoll | 188–190 cm | ab ca. 220 cm |
TV-Lowboard: Die richtige Breite wählen
Die wichtigste Faustregel lautet: Das Lowboard sollte mindestens so breit sein wie der Fernseher – besser 20 bis 40 cm breiter. Steht das Gerät seitlich über, wirkt die Kombination kopflastig, und der Fernseher ist an den Ecken anfälliger für Stöße. Ein etwas breiteres Möbel gibt dem Bild optisch einen ruhigen Sockel und schafft links und rechts Platz für Lautsprecher, eine Spielkonsole oder Deko.
Bei einem 55-Zoll-Gerät sind Breiten um 150 cm ein guter Ausgangspunkt, etwa das Elora TV-Lowboard 150 cm in Frühlingseiche / Macadamia. Für 65 Zoll und mehr lohnt der Blick auf Modelle ab 160 cm wie das Marly TV-Lowboard 160 cm mit 3 Klappen. Wer ein großes Gerät mit Soundbar kombiniert oder eine lange Wand füllen möchte, findet mit dem Velor TV-Lowboard 230 cm in Eiche Carmel eine sehr breite Lösung.
Tipp
Messen Sie bei Fernsehern mit zwei Standfüßen auch den Abstand der Füße zueinander. Bei vielen großen Geräten sitzen die Füße weit außen. Die Platte des Lowboards muss dann mindestens so breit sein wie dieser Abstand – plus ein paar Zentimeter Sicherheit an jeder Seite.
Die passende Höhe: Bildmitte auf Augenhöhe
Angenehm schauen Sie, wenn die Bildmitte ungefähr auf Augenhöhe liegt oder knapp darunter. Im Sitzen auf einem üblichen Sofa liegt die Augenhöhe meist bei etwa 100 bis 115 cm. Viele TV-Lowboards sind zwischen 40 und 55 cm hoch – das passt zu den meisten Fernsehern mit Standfuß, weil die Bildmitte dann in einem bequemen Bereich landet.
Ist Ihr Sofa besonders niedrig oder der Fernseher sehr groß, darf das Lowboard eher flacher sein. Bei hohen Sitzmöbeln oder kleineren Bildschirmen kann ein etwas höheres Möbel sinnvoll sein. Schauen Sie dauerhaft nach oben, ermüdet der Nacken schneller.
Tiefe und Standfläche nicht vergessen
Neben Breite und Höhe spielt die Tiefe eine Rolle. Der Standfuß des Fernsehers sollte vollständig auf der Platte stehen, ohne vorn oder hinten überzustehen. Prüfen Sie im Datenblatt die Tiefe inklusive Fuß. Bei Receivern, Konsolen oder Soundbar-Subwoofern kommt es außerdem auf die Innentiefe der Fächer an. Hinter den Geräten sollte etwas Luft für Stecker und Wärme bleiben.
Stauraum: Klappen, Schubladen oder offene Fächer?
Was ins Lowboard soll, entscheidet über die Aufteilung. Offene Fächer eignen sich für Geräte, die per Fernbedienung gesteuert werden und Luft brauchen. Klappen und Türen sorgen für eine ruhige Front und verbergen Kabel, Spiele oder Zubehör. Schubladen sind praktisch für Kleinteile, Fernbedienungen und Ladegeräte.
Viele Modelle kombinieren beides: Das Sortiment an TV-Möbeln reicht von Lowboards mit Klappen und offenem Fach über Varianten mit vier Schubladen bis zu Modellen mit Glastür oder Glasklappe, hinter der Geräte sichtbar bleiben.

Checkliste vor dem Kauf
- Gerätebreite des Fernsehers aus dem Datenblatt notiert
- Abstand der Standfüße gemessen oder Wandmontage geplant
- Lowboard mindestens so breit wie der Fernseher, besser 20 bis 40 cm breiter
- Höhe so gewählt, dass die Bildmitte im Sitzen etwa auf Augenhöhe liegt
- Tiefe von Fuß, Receiver und Soundbar geprüft
- Stellfläche an der Wand ausgemessen, inklusive Steckdosen und Antennenanschluss
- Stauraum passend zu Geräten und Zubehör geplant
- Farbe und Dekor zu den übrigen Möbeln im Raum abgestimmt
Lowboard stehend oder hängend?
Ein stehendes Lowboard ist schnell aufgebaut und trägt den Fernseher direkt auf der Platte. Ein hängend montiertes Möbel wirkt leichter und erleichtert das Staubsaugen, verlangt aber eine tragfähige Wand und die passende Befestigung. Ob ein Modell für die Wandmontage vorgesehen ist, steht in der jeweiligen Produktbeschreibung. Hängt der Fernseher selbst an der Wand, ist das Lowboard frei von seiner Last und kann schmaler oder flacher ausfallen.
Das Lowboard als Teil des Raums
Ein TV-Lowboard ist oft das breiteste Möbel im Wohnzimmer und prägt die Wand, auf die alle schauen. Deshalb lohnt es, Farbe und Material mit Sideboard, Couchtisch und Vitrine abzustimmen. Viele Lowboards gehören zu einer Möbelserie, sodass Sie passende Stücke in derselben Ausführung finden – zum Beispiel bei den Wohnzimmer-Sets. Weitere Ideen für die Gestaltung finden Sie in unserem Beitrag Wohnzimmer einrichten: 10 Ideen mit Wirkung.
Fazit
Messen Sie zuerst den Fernseher, nicht die Wand. Wählen Sie das TV-Lowboard mindestens so breit wie das Gerät, besser etwas breiter, und achten Sie auf Standfuß, Höhe und Tiefe. Dann passt das Möbel nicht nur heute, sondern auch zum nächsten, vielleicht größeren Fernseher.
Häufige Fragen
Darf der Fernseher breiter sein als das Lowboard?
Davon raten wir ab. Steht das Gerät seitlich über, wirkt die Kombination unruhig, und die Ecken des Bildschirms sind ungeschützt. Hängt der Fernseher an der Wand, ist ein etwas schmaleres Lowboard optisch vertretbar.
Wie viel Abstand sollte zwischen Sofa und Fernseher liegen?
Als Richtwert gilt bei 4K-Geräten etwa das 1- bis 1,5-Fache der Bildschirmdiagonale. Bei einem 55-Zoll-Fernseher sind das rund 1,40 bis 2,10 m. Bei Full-HD-Geräten darf der Abstand etwas größer sein.
Funktioniert die Fernbedienung durch eine Glasklappe?
In der Regel ja, denn Infrarotsignale gelangen durch klares Glas. Bei getöntem Glas oder Geräten mit Funkfernbedienung kann das je nach Modell unterschiedlich sein – im Zweifel testen Sie es nach dem Aufbau.
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