Kommode aufbauen: Schritt für Schritt zur stabilen Kommode
So bauen Sie eine Kommode sicher auf: Werkzeug, neun Schritte vom Korpus bis zur Kippsicherung und Tipps zum Einstellen von Schubladen und Türen.
Eine Kommode aufbauen gelingt auch ohne Profi-Werkstatt – wenn Sie in der richtigen Reihenfolge vorgehen. Die meisten Kommoden werden zerlegt geliefert, mit Montageanleitung und Beschlägen im Karton. Mit etwas Platz, dem passenden Werkzeug und Geduld bei den Schubladen steht das Möbel am Ende stabil, gerade und läuft leise.
In dieser Anleitung führen wir Sie durch die Vorbereitung, den Aufbau von Korpus und Schubladen und die Befestigung an der Wand. Dazu gibt es typische Fehler, die Sie vermeiden sollten, und Antworten auf häufige Fragen.
Vorbereitung: Platz, Werkzeug und Überblick
Bauen Sie die Kommode möglichst in dem Raum auf, in dem sie später steht. Ein fertig montiertes Möbel lässt sich schwer durch Türen und Flure tragen. Legen Sie eine Decke oder den aufgeklappten Karton auf den Boden, damit Fronten und Oberflächen keine Kratzer bekommen.
Öffnen Sie alle Pakete und legen Sie die Teile nach der Stückliste der Anleitung aus. Zählen Sie Schrauben, Dübel und Beschläge, bevor Sie beginnen. Fehlt etwas, merken Sie es jetzt – und nicht kurz vor dem Ende. Manche Kommoden kommen in mehreren Paketen, die Mia Kommode etwa laut Produktbeschreibung in zwei.
Sehen Sie sich bei dieser Gelegenheit jede Platte genau an. Kratzer, abgeplatzte Kanten oder gebrochene Ecken fallen auf, solange die Teile einzeln vor Ihnen liegen. Fotografieren Sie einen Schaden sofort und legen Sie das Teil zur Seite. So bleibt alles nachvollziehbar, und Sie bauen kein beschädigtes Teil versehentlich ein.
Das richtige Werkzeug
Für die meisten Kommoden reichen wenige Werkzeuge. Ein Akkuschrauber spart Zeit, sollte aber mit niedrigem Drehmoment arbeiten, damit Schrauben die Spanplatte nicht ausreißen. Die letzten Umdrehungen ziehen Sie besser von Hand an.
- Kreuzschlitz-Schraubendreher, am besten in zwei Größen
- Akkuschrauber mit einstellbarem Drehmoment
- Inbusschlüssel (liegt oft bei)
- Gummihammer für Holzdübel
- Wasserwaage und Zollstock
- Bohrmaschine und passende Dübel für die Wandbefestigung
Kommode aufbauen: Schritt für Schritt
- Anleitung lesen – Gehen Sie die Montageanleitung einmal komplett durch, bevor Sie die erste Schraube setzen. So erkennen Sie, welche Teile zusammengehören und wo links und rechts ist.
- Beschläge vormontieren – Setzen Sie Holzdübel, Exzenter und Schubladenschienen an Seitenwänden und Böden, solange die Teile noch flach liegen. Das ist deutlich einfacher als am stehenden Korpus.
- Korpus verbinden – Verbinden Sie Boden, Seitenwände und Deckplatte nach Anleitung. Drehen Sie Exzenter fest, aber nicht mit Gewalt, damit die Bohrung nicht ausbricht.
- Rückwand einsetzen – Schieben oder nageln Sie die Rückwand ein. Prüfen Sie vorher mit dem Zollstock, ob beide Diagonalen gleich lang sind. Dann ist der Korpus rechtwinklig.
- Füße oder Sockel montieren – Befestigen Sie Füße oder Sockel und stellen Sie die Kommode vorsichtig auf. Bei Möbeln mit Metallfüßen wie der Mia Kommode prüfen Sie den festen Sitz jeder Schraube.
- Schubladen zusammenbauen – Bauen Sie die Schubladenkästen auf, setzen Sie den Boden in die Nut und befestigen Sie die Fronten. Arbeiten Sie hier besonders sorgfältig, denn schiefe Kästen laufen später schwer.
- Schubladen einsetzen – Führen Sie die Schubladen in die Schienen ein, bis sie hörbar einrasten. Bei Kugelführungen mit Vollauszug lassen sie sich danach weit herausziehen.
- Türen und Griffe anbringen – Hängen Sie Türen ein und montieren Sie Griffe, falls vorhanden. Grifflose Fronten öffnen über Griffmulden oder Push-to-open.
- Ausrichten und befestigen – Richten Sie die Kommode mit der Wasserwaage aus und befestigen Sie sie mit der Kippsicherung an der Wand.

Achtung
Kommoden mit mehreren Schubladen können nach vorne kippen, wenn mehrere Schubladen gleichzeitig offen sind – besonders, wenn Kinder daran ziehen oder klettern. Befestigen Sie jede Kommode an der Wand, auch wenn sie stabil wirkt. Wählen Sie Dübel und Schrauben passend zu Ihrer Wand.
Schubladen und Türen einstellen
Nach dem Aufbau lohnt ein Feinschliff. Stehen die Fugen zwischen den Schubladenfronten ungleichmäßig, lassen sich viele Fronten über Exzenter oder Langlöcher leicht verschieben. Türen richten Sie über die Schrauben der Topfscharniere in Höhe, Seite und Tiefe aus.
Klemmt eine Schublade, liegt es meist an einer schief sitzenden Schiene oder einem nicht rechtwinkligen Kasten. Prüfen Sie zuerst, ob die Kommode im Lot steht – schon ein unebener Boden kann die Führung verziehen. Ausführliche Tipps dazu finden Sie in unseren Anleitungen zu Schubladen und Scharnieren.
Typische Fehler beim Aufbau
Der häufigste Fehler ist ein zu kräftig eingestellter Akkuschrauber. Ausgerissene Schraubenlöcher in Spanplatte lassen sich nur mühsam reparieren. Ebenfalls häufig: Seitenwände werden spiegelverkehrt montiert, sodass die Schienen auf der falschen Seite sitzen. Ein Blick auf die Bohrungen hilft, bevor Sie verschrauben.
Lassen Sie außerdem die Schutzfolie und Kantenschutzecken bis zum Schluss an den Fronten. So bleiben empfindliche Oberflächen während der Montage geschützt. Entfernen Sie die Folie erst, wenn die Kommode an ihrem endgültigen Platz steht. Und: Machen Sie zwischendurch Pausen, denn die meisten Fehler entstehen gegen Ende, wenn die Konzentration nachlässt.
Wie Sie Möbel sicher an der Wand befestigen, erklären wir ausführlich im Beitrag Kippschutz für Möbel: Schränke sicher an der Wand befestigen.
Welche Kommode passt zu Ihnen?
Ob Schlafzimmer, Flur oder Wohnzimmer: Kommoden gibt es mit Schubladen, Türen oder einer Kombination aus beidem. Die Mia Kommode 100 cm mit 1 Tür und 3 Schubladen verbindet beides, die Yuki Kommode 120 cm ergänzt ein offenes Fach. Reine Schubladenmodelle finden Sie unter Schubladenkommoden, die gesamte Auswahl in der Kollektion Kommoden.
Tipp
Bewahren Sie Montageanleitung und übrige Beschläge in einem beschrifteten Beutel auf. Beim nächsten Umzug oder beim Nachjustieren haben Sie alles sofort zur Hand.
Häufige Fragen
Kann ich eine Kommode allein aufbauen?
Kleinere Kommoden lassen sich gut allein aufbauen. Bei breiten Modellen hilft eine zweite Person, vor allem beim Aufstellen des Korpus und beim Einsetzen der Rückwand.
Muss jede Kommode an der Wand befestigt werden?
Wir empfehlen es für jede Kommode mit Schubladen. Wenn mehrere Schubladen gleichzeitig offen sind, verlagert sich der Schwerpunkt nach vorne. Eine Kippsicherung verhindert, dass das Möbel umfällt.
Was tun, wenn ein Teil fehlt oder beschädigt ist?
Prüfen Sie zuerst die Stückliste und alle Pakete. Fehlt tatsächlich etwas, melden Sie es mit Foto und Artikelnummer an unseren Kundenservice. Bauen Sie beschädigte Teile nicht ein.
Finden Sie die Kommode, die zu Ihrem Raum passt.
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